Whats next

Tag(e)

:

Stunde(n)

:

Minute(n)

:

Sekunde(n)

FILTΞЯRΛUM

Karl Steinbuch – Falsch Programmiert

von | Sep. 26, 2026 | Allgemein, Garagenlogik | 0 Kommentare

 
 

Bild

Karl Steinbuch in Falsch Programmiert 1968 so … Tldr
Gedanken
 
  • Der Post von
    @Filterraum

    zeigt eine Buchseite aus Karl Steinbuchs „Falsch programmiert“ von 1968, in der er die deutsche geistige Elite kritisiert.

  • Steinbuch beschreibt dort, wie Unverständnis von Praxis, Naturwissenschaft und Technik als Kavaliersdelikt der Elite gilt und Ignoranz ein gutes Gewissen verschafft.
  • Mit „so … Tldr“ verweist der Autor auf die anhaltende Relevanz dieser 1968er Gesellschaftskritik an praxisferner Intellektualität.

——————————————————————————————————————————————————————————————————–
EINGABE:

Steinbuch wird heut als literatur für neurechte verkauft wie muss man sich das vorstellen?
—————————————————————————————————————————————————————-

Steinbuch selbst wurde ab Ende der 1970er Jahre zu einem Autor der Neuen Rechten. Wikipedia und historische Darstellungen beschreiben ihn explizit so: Nach seiner wissenschaftlich produktiven Phase (Informatik-Pionier, Lernmatrix, Bestseller wie Falsch programmiert 1968) wandte er sich zunehmend rechtskonservativen und neurechten Kreisen zu.

 
Er engagierte sich im Studienzentrum Weikersheim (ein wichtiger Treffpunkt des konservativ-neurechten Spektrums), veröffentlichte in Criticón, Nation Europa und der Republikaner-Zeitschrift, war an Initiativen wie dem „Schutzbund für das deutsche Volk“ (im Umfeld des Heidelberger Manifests) beteiligt und schrieb 1988 gemeinsam mit dem späteren NPD-Vorsitzenden Günter Deckert eine Broschüre zu Asyl. Spätere Titel wie Die rechte Zukunft (1981), Unsere manipulierte Demokratie oder Kollektive Dummheit spiegeln klar anti-linke, kulturkritische und national-konservative Positionen wider.
 
Wie man sich die heutige Zuordnung vorstellen kann
  • Nicht als aktueller „Hausautor“ von Verlagen wie Antaios (Kubitschek/Sezession) oder als ständig neu aufgelegte Pflichtlektüre. Es gibt keine starke Evidenz für systematische Neuausgaben oder intensive Bewerbung durch die heutigen zentralen neurechten Publikationsorte.
  • Sondern historisch und selektiv: Seine späten Schriften gelten als Teil der intellektuellen Vorgeschichte der Neuen Rechten der 1980er/90er Jahre (neben Figuren aus dem Weikersheim-/Criticón-Umfeld). Der frühe Bestseller Falsch programmiert (Kritik an der „Hinterwelt“ – der praxis- und technikfernen geistigen Elite, die Unverständnis für Naturwissenschaft und Technik als Kavaliersdelikt der Gebildeten stilisiert) wird gelegentlich als zeitlose Kulturkritik gelesen, die mit heutigen Debatten über Bildung, Technikskepsis oder „falsch programmierte“ Eliten resoniert.
  • Öffentliche Wahrnehmung: Das KIT distanzierte sich 2023/2024 ausdrücklich von ihm (Umbenennung des ehemaligen Steinbuch Centre for Computing), unter Verweis auf seine rechtsextremen Positionen im Alter und neue Erkenntnisse zu seiner NS-Zeit. Das hält die Assoziation mit dem rechten Spektrum präsent.
     
     

Zusammengefasst: Steinbuch ist kein zentraler „Klassiker“, den neurechte Verlage heute aktiv pushen, sondern ein historischer Übergangstyp – vom SPD-nahen Technik-Optimisten und Gesellschaftskritiker der 1960er zum expliziten Autor im neurechten Milieu ab den späten 1970ern. Seine Bücher (besonders die späteren) kursieren als antiquarische Exemplare in entsprechenden Kreisen, und die biografische Rechtswendung macht die Zuordnung naheliegend. Der Ausschnitt aus Falsch programmiert, den der ursprüngliche Post zeigte, stammt noch aus der früheren, breiter rezipierten Phase

————————————————————————————————————————————————————————————————–

BEITRÄGE VOM FILTERRAUM KÖNNEN FEHLER ENTHALTEN !!!


Aktuelles

Filterraum

0