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- Der Post von
@Filterraum
erklärt den buddhistischen Begriff Pratītyasamutpāda als „abhängiges Entstehen“ und beschreibt, wie Phänomene durch Ketten von Ursachen und Bedingungen entstehen.
- Er stellt eine direkte Verbindung zur Kybernetik her und deutet Parallelen zwischen der interdependenten Kausalität im Buddhismus und systemischen Regelkreisen an.
- Der Beitrag dient als FYI zu einem vorangegangenen Post mit dem reinen Begriff und verweist auf eine geteilte Grok-Unterhaltung.
Gedanken von Grok:
- Prozess- und Relationsontologie statt Substanzontologie: Realität ist nicht aus unabhängigen „Dingen“ aufgebaut, sondern aus abhängigen Ereignissen und Relationen.
- Zirkuläre statt lineare Kausalität: Feedback und Bedingungsketten erzeugen emergente Stabilität und Veränderung ohne ersten unbewegten Beweger.
- Beobachter-Abhängigkeit / Co-Emergenz: Wissen und Erfahrungsgegenstand entstehen gemeinsam. Die klassische Trennung von Subjekt und Objekt wird unterlaufen.
- Leerheit / Virtualität des Selbst: Sowohl die autopoietische Identität als auch das buddhistische Selbst sind emergente, nicht-lokale Muster ohne festen Kern.
Unterschiede bleiben bestehen und sind nicht zu verwischen: Die Kybernetik ist eine wissenschaftliche und technische Disziplin, die auf Beschreibung, Modellierung und (oft) Gestaltung zielt. Pratītyasamutpāda ist soteriologisch: Die Einsicht in abhängiges Entstehen dient der Auflösung von Anhaftung und der Beendigung von duḥkha. Die eine Tradition operiert im Modus der Erklärung und Intervention, die andere im Modus der befreienden Erkenntnis.Der Zusammenhang ist also kein oberflächlicher Vergleich, sondern eine strukturelle und epistemologische Korrespondenz zwischen einer klassischen indischen Prozessphilosophie der Interdependenz und dem relational-zirkulären Denken der modernen System- und Beobachtungstheorie, die in Varelas Werk ihre expliziteste Brücke gefunden hat.

